Freitag, 5. März 2010

Vorerst Letzter Teil: Eine hartnäckige Freundin und die Bosheit der Modeindustrie

Ich fing also wieder mit ww an.Anfangs erzählte ich es keinem denn ich wollte nicht wieder mit einem Keks-technischen k.o aufgeben.Gleichzeitig fing ich an zur Schule zu laufen und Nachmittags wieder nach Hause anstatt den Bus zu nehmen.



Ich hatte das Glück verständnisvolle Freundinnen zu haben die mich unterstützen...alle? Nein nicht ganz.eine Freundin war ziemlich hartnäckig.Immer wenn sie mich besuchen kam sagte sie ein schnelles „hey“ und lief mit einem Stechschritt der sich gewaschen hatte ins Badezimmer, riss das Badezimmerschränkchen auf und studierte meine Gewichtsliste...“puuuh“ hörte ich sie jedes mal erleichtert aufstöhnen.sie wog prinzipiell 1 Kilo weniger als ich wenn ich also zum Beispiel 33 Kilo gewogen hätte wäre sie mir entgegengerollt und hätte gelacht „hihi, puuuh zum Glück, ich wiege 32“.
Ich fand es aber eher spaßig.



Kleidung


Jaja die Modebranche ist schon toll.vorausgesetzt man ist 176 cm groß wiegt zarte 40 Kilo.
Aber wer erfüllt schon diese Kritierien?
Ich erfüllte sie nicht und möchte das auch nicht.
Aber einkaufen war schon immer lustig.

Kurz nach der Kur ging ich mit der Mutter meines Vaters in die Stadt um mir eine neue Hose zu kaufen.Ich hatte zwar 7 Kilo abgenommen aber scheinbar haben diese fiesen Modemacher in der Zeit als ich weg war alles enger genäht.

Nach einem schier endloswirkenden Fussmarsch durch die Innenstadt Nürnbergs erblickten wir einen hippen und total groovigen laden.
Den Namen nenne ich wohl lieber nicht.
Wir sahen uns also um aber fanden nichts.. Also was tun? Gehen? Nein nicht mit mir ich bin doch nicht gefühlte 200 Jahre durch die Prärie Berchtesgaden gewabbelt um jetzt aufzugeben.So schnell gab ich nicht auf.
Also schnappten wir uns eine seriös aussehende, Kaugummikauende und Minirocktragende Verkäuferin.Auf unsere Frage hin musterte sie mich von Oben nach Unten von Unten nach Oben von Rechts nach Links um dann den hochphilosophischen Satz „ in deiner Größe ham wa nix“ erklingen zu lassen
Herrlich nicht war? Mal ehrlich wer wünscht sich so was nicht.
Wäre ich nicht so lockerflockig eklig fröhlich gewesen würde diese nette Verkäuferin ihre Zähne heute noch suchen.

Noch ein Wundervolles Beispiel ist h&m.Man muss zur Verteidigung von Hager und Mager sagen dass sie sich gebessert haben.Zu dem Zeitpunkt als ich von der Kur zurückkam gab es nur eine Abteilung für mich...die Schwangerschaftsabteilung.Na Klasse.

Aber the one and only meiner Klamotten-such-und-Verzweiflungsgeschichten ist diese hier.
Ich muss dazusagen dass ich zu dem Zeitpunkt schon fast 15 Kilo abgenommen hatte.
Ich stand also bei einer großen Modekette in der Umkleidekabine (ein kleiner Tipp der Name ist der gleiche wie der einer großen amerikanischen Stadt die mit New anfängt)
und zwängte mich in ein Top der Größe XL gerade als ich mit dem Erstickungtod rang hörte ich etwas interessantes aus der Kabine nebenan.
Da schrie doch tatsächlich so ein Blondchen ihre Mutter zu „ MAAAAAAAAMA 34 schlabbert“
ich war zu schwach um weiter gegen das Top anzukämpfen.Ist das möglich?
Ich verbringe hier meine kostbare Jugend damit ein Top zu besiegen und die olle neben mir heult weil ihr knochiger Hintern in einem 34er Minirock nicht J.lo mäßig genug aussieht?

Kommentare:

  1. auch wieder sehr schön zu lesen :)

    AntwortenLöschen
  2. "MAAAAAAAAMA 34 schlabbert".. echt klasse :D kann mir das Mädel genau vorstellen ^^

    AntwortenLöschen
  3. Boah, das kenn ich. Ich war mal mit ner Freundin shoppen, und ihr gefiel ein Shirt. Und ich so "Größe 36?" und sie guckt mich vorwurfsvoll an und meint pampig "34!!!"

    Mit der geh ich nie wieder shoppen -__-

    AntwortenLöschen
  4. Mein Gott, du schreibst so gut! :-)
    Musste echt lachen :-)

    LG

    AntwortenLöschen
  5. Lass dich nicht runterziehen ;)
    auch dünne haben komplexe und probleme beim klamottenkaufen!

    AntwortenLöschen

test

Test