Mittwoch, 10. Februar 2016

Das Fräulein kocht...Vegane Falafel-Burger mit Guacamole!


Ahoi liebe Fräuleins und Herren von Welt!


Heute gibt es für meinen Blog gleich 2 bisher eher ungewöhnliche Dinge in diesem Post! Pünktlich zu Ostern bin ich mal fancy drauf und habe nicht nur ein richtiges Rezept für euch, nein! es ist auch noch Vegan! Hört bitte auf zu hyperventilieren, atmet kurz in eine Papiertüte und dann kann es auch schon weitergehen.
Zu diesem Rezept gibt es eine kleine Vorgeschichte. Als ich mit Nina und Laszlo bei der Freizeitmesse war, waren dort auch ein paar Foodtrucks vertreten. Dabei war auch der Guerilla Gröstl [icon icon="heart-o"]. Nina holte sich einen Falaffelburger und ich habe in meiner liebenswürdig zurückhaltenden Art erst mal das Gesicht komisch verzogen. Ich durfte dann aber mal probieren und dann stand fest: entweder werden wir Groupies, die dem Truck Tag für Tag hinterherfahren oder wir versuchen es selbst. Erstaunlicherweise gibt es für solch einen Burger kaum Rezepte (jedenfalls weniger als ich erwartet habe). So richtig war nichts dabei und so tüftelten wir einfach eines Abends selbst. Als die Burger nach kurzer Experimentierphase fertig waren, lagen wir uns mit Freudentränen in den Armen. Vielleicht lassen wir uns das Datum der Rezeptgeburt auch in japanischen Schriftzeichen auf den Arm tätowieren. Das wird die Zukunft zeigen.

Da Nina und ich eine ausgeprägte soziale Ader haben, möchten wir das Rezept natürlich mit euch teilen. Ich hatte vor diesem Beitrag schon einen riesen Respekt vor Foodbloggern und Youtubern. Wenn man selbst nicht in diesem Thema drin ist, sieht man Bilder und Videos und ist geneigt zu denken "ach naja, so viel Aufwand ist das ja gar nicht". Ich persönlich konnte mir schon vorher den Aufwand ungefähr vorstellen und nach 4 Stunden drapieren, fotografieren, zubereiten, fotografieren, braten, fotografieren, anrichten usw. kann ich es noch mehr und mein Respekt für alle die das (semi)professionell machen ist nur noch größer geworden.
Trotz allem hat es sehr viel Spaß gemacht und ich bin auch ein kleines bisschen stolz auf mich. Bisher sahen meine Bilder zum Thema Essen ja immer eher nach "Rudis Resterampe" aus.
Okay, bevor wir an Weihnachten noch hier sitzen, kommt nun das Rezept!

Zuerst möchte ich noch erwähnen, dass ich selbst nicht vegan lebe. Ich habe im Rezept 2 nicht-vegane Produkte benutzt. Wenn ihr euch vegan ernährt wisst ihr aber sicherlich besser als ich, wie ihr das bei Bedarf ersetzen könnt.
Im Prinzip könnt ihr bei Falafel nicht viel falsch machen. Und was man falsch machen kann, haben wir selbst schon für euch ausgetestet. Ganz wichtig sind die Gewürze. Kichererbsen lösen geschmacklich nun kein Fest der Emotionen bei einem aus und so muss man nachhelfen. Hier kommen die Zutaten:


-Für 6 Personen oder 3 gute Esser. Oder einen sehr guten Esser-
Für die Falaffel:
Ca. 500 gramm Kichererbsen (Abtropfgewicht)
1 Teelöffel Salz1 Teelöffel Pfeffer
1 Teelöffel Gyrosgewürz (Geheimzutat Nummer 1)
1 Teelöffel Paprika
50 Gramm Petersilie (ich nehme TK vom Aldi. Da sind in einem Beutel 75 Gramm enthalten)
50 Gramm 8-Kräuter Mischung (Geheimzutat Nummer 2)
Ca. 100 Gramm Semmelbrösel (Geheimzutat Nummer 3)
1 mittelgroße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1-2 rote Paprika
Öl zum braten
Traditionell üblich, ich mag es aber nicht: Koriander, Kreuzkümmel

Für die Guacamole:
2 Avocados
2 Esslöffel Naturjoghurt
Saft einer halben Zitrone
1 Tomate


Zum belegen:
6 Hamburgerbrötchen
Salat
Tomaten
Röstzwiebeln
Mayonnaise
Ketchup
Käse (wir hatten Tilsiter)
Feldsalat (optional aber sehr lecker!)





Es wäre von Vorteil einen elektrischen Zerhacker dafür zu verwenden. Einfach alle Zutaten reinwerfen und sehr fein hacken lassen. Zwischendrin immer mal wieder umrühren. Dann die Semmelbrösel dazugeben und am besten mit den Händen vermengen. Wir haben es zuerst mit Mehl versucht aber das würde ich nicht empfehlen. Wir haben unendlich viel Mehl reingeschüttet und es wurde nichts. Wenn ihr alles vermengt habt, würd ich empfehlen einen mini Burger zum testen zu formen. Unser erster Burger ist dank der Mehlproblematik direkt in der Pfanne zerflossen. Kichererbsen sind ähnlich wie Kartoffeln (oder Frauen), man kann nie genau sagen wie sie sich verhalten werden. Wenn der Testburger alles überstanden hat, formt man einfach Frikadellen und brät sie in der Pfanne mit dem Öl an. Von jeder Seite ca. 3-4 Minuten.
Guacamole bedarf glaube ich keiner großen Erklärung. Alles in den Mixer werfen oder mit der Gabel zerdrücken. Am Schluss die gewürfelten Tomaten drunter heben und fertig!

Beim belegen kann man sich nun austoben. Ich habe zuerst eine Mischung aus Mayonnaise und Ketchup verstrichen. Salat drauf, Burger, Guacamole, Tomaten, Röstzwiebeln, Feldsalat und fertig ist der Burger! Nina und ich raten übrigens von Beilagen ab. Wir hatten beim ersten Mal noch Kartoffelecken und lagen danach dementsprechend komatös rum.

Spricht euch das Rezept an? Solltet ihr es nachkochen, würde ich mich natürlich sehr über eine Rückmeldung freuen!
Liebe Grüße und frohe Ostern!
Eure Lisa

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